Der Plan!


Zugfahren und warum immer alles anders kommt.

Der Plan war, mit der Deutschen Bahn bzw. einigen derer Züge von Stadthagen nach Lübeck zu fahren und natürlich wieder zurück.

Als derzeit behinderter Mensch bin ich einen Tag vor Reisebeginn im Reisecenter der DB AG in Stadthagen gewesen, um entsprechende Unterstützung an den Bahnhöfen zu bekommen bzw. zu buchen, wie Hilfe beim Gepäck, etc.
Nunja… da war ich doch glatt zu spät bzw. hätte ich diese zusätzliche Buchung schon Tage vorher vornehmen müssen. Dumm nur, dass manche Termine so kurzfristig festgelegt werden, dass die Flexibilität der DB AG kurzfristiger Weise damit glatt überfordert ist. Und das im Zeitalter von Mobiltelefonen und sonstigen lichtgeschwindigkeitsschnellen Kommunikationsmitteln.

Also… Dienstag, 06.08.2019 sollte es früh ab Stadthagen Richtung Hannover losgehen. Ich war pünktlich am Bahnhof, als auch schon gleich die Durchsage kam: „Die Zugfahrt Blabla 7.11 Uhr Richtung Hannover fällt aus!“
Tolle Wurst! Diesen Zug hatte mir der Oberdings im Reisecenter der Deutschen Bahn am Tag vorher extra so rausgesucht, weil ich als derzeit doch etwas gehbehinderte Reisende mehr Zeit als andere zum Umsteigen benötigte.
Okay… dann nehme ich eben den nächsten Zug, der um 7.22 Uhr nach Hannover fährt. Mal sehen, ob ich den Anschlusszug dann noch bekomme.
Da ja nun der eine Zug ausgefallen ist und die Passagiere für den nächsten Zug auch nach und nach am Bahnsteig eintrafen, war es um die frühe Uhrzeit doch etwas voll im Zug. Okay… passiert. Als relativ frisch Rückenoperierte blieb mir im übervollen Zug dann auch nichts anderes übrig, als mich meines „komfortablen“ Stehplatzes zu erfreuen, bis der Zug nach gut einer halben Stunde Fahrt am Hauptbahnhof Hannover eintraf. Ohoh… das wird für mich eng, innerhalb von 9 Minuten den Anschlusszug nach Lüneburg um 7.59 Uhr noch zu erreichen.

Ein junger Mann, den ich fragte, half mir, den Koffer aus dem Zug, und da keine Rolltreppe vorhanden war und die Treppe doch recht lang ist, auch gleich noch die Treppe vom Bahnsteig runter zu tragen . Um nicht den Anschlusszug zu verpassen, hatte ich auch keine Zeit nach einem Fahrstuhl zu suchen. So schnell es mir möglich war, bin ich dann von Gleis 9 zum nächsten Abfahrtsgleis 7 „gelaufen“ und mit stufenweise absetzendem Koffer (der war mir zu schwer) die Treppe zum Bahnsteig hochgestiegen, als kurz vor der letzten Stufe jemand fragte, ob er mir helfen solle. „Oh… ja, danke, gerne.“ Toll, wie nett doch die Menschen sind und man bei und für die letzte Stufe doch noch Hilfe bekommt. Den Weg zum Zug konnte ich den Koffer ja wenigstens wieder rollen.

Es fuhr ein der ICE 988, Abfahrt 7.59 Uhr Richtung Lüneburg. Gottseidank hatte ich hierfür eine Sitzplatzreservierung. Puh… war ich froh! Der Zug hielt und ich hatte direkt den Speisewagen vor meiner Nase stehen und stieg ein. Da ich nicht wusste, wo sich der Wagen Nr. 4 in der Wagenreihe befand, nahm ich zunächst im Speisewagen Platz und wartete auf Jemand vom Zugpersonal. Nach ein paar Minuten kam dann auch Jemand, um die Fahrkarte zu kontrollieren und als ich fragte, wo der Wagen mit meinem reservierten Sitzplatz ist, sagte „Jemand“ zu mir: „Wir sind hier in Wagen Nr. 8 und Wagen 4 ist dahinten, also vier Wagen weit weg.“ und fügte dann noch stolz hinzu, „Und jeder Wagen ist paarundzwanzig Meter lang.“
„Donnerwetter!“ dachte ich staunend, „Na die kennt sich aber gut aus.“

Diese insgesamt paarund100 Meter Wagenlänge habe ich mir dann geschenkt und bin im Speisewagen sitzen geblieben. Gehbehindert und mit Koffer hätte ich meinen reservierten Sitzplatz sicher erst in Lüneburg zum Aussteigen erreicht.

Jaja… auf den Bahnhöfen hängen auch Wagenpläne der einzelnen Züge aus, behaupte ich jetzt einfach mal, und außerdem – das ist mal sicher – gibt es eine App, die den Wagenstand anzeigen kann, sofern sie denn funktioniert und man weiß, dass es so eine App überhaupt gibt und man sie vor allem auch noch schnell genug, mindestens ein halbes Jahr vor Fahrtantritt installiert hat. Denn am Bahnsteig muss man schnell in den Zug einsteigen, da kann man nicht lange am Wagen die Wagennummer suchen.

Nundenn… Ankunft um 9.00 Uhr, so ungefähr, am Hauptbahnhof in Lüneburg. Gottseidank… ähm…. dem ReiseservicebedienstetenInStadthagenSeiDank, hatte ich dort doch sage und schreibe 45 Minuten zum Umsteigen. Da der Fahrstuhl defekt war, bin ich dann mangels Rolltreppe wieder stufenweise den Koffer absetzend die Treppe vom Bahnsteig Gleis 2 runter- und die übernächste zu Gleis 5 wieder raufgestiegen.
„Die Fahrt ist hier zuende.“ Ein Schild… hm…, etwas irritierend. Zumal dieser Bahnsteig auch verhältnismäßig einsam und leer war. Okay… ist ja nun mal das Gleis 5, wie es in den Verbindungsdaten steht. Ich wollte mich auf eine Bank setzen, als mich der dort bereits sitzende Herr fragte: „Fahren Sie auch nach Mölln?“ „Äh… Nööööö! Wieso?“ „Ich fahre nach Mölln zur Reha und dachte, vielleicht fahren Sie ja auch dorthin.“
Ja, nee, is klar. Der fängt also schon vor der Reha an, den Schatten zu suchen. Oder ich sah nach den bisherigen Reisestrapazen doch schon so ramponiert aus, dass ich scheinbar eine Reha nötig hatte.

Wir saßen dann mittlerweile zu Dritt einträchtig nebeneinander auf der Bank, genossen die Sonne und warteten auf den Zug Richtung Lübeck, der um 9.45 Uhr abfahren sollte. Mir war langweilig und ich fing an das Kleineisen im Gleis mal näher unter die Lupe zu nehmen. Sah noch ganz gut aus. Wenn auch etwas arg rostig.
Es dauerte und dauerte und nichts passierte, jeder von uns sah immer wieder auf seine Armbanduhr und um die Stimmung zu lockern überlegte ich laut: „Die pumpen bestimmt noch die Reifen auf…“
Der Zug kam dann, hielt und wir stiegen ein. Ein dringendes Bedürfnis wollte ich noch gern vor Weiterfahrt erledigen und benutzte gezwungener Weise die sich im Wagen befindliche riesige behindertengerechte Entsorgungseinrichtung. Ich hielt vorsichtshalber für die Dauer des dortigen Aufenthalts die Luft an. Man weiß ja nie von was man eine tödliche Dosis einatmet und hab danach vorsichtshalber sofort für Ankunft in Lübeck die Entseuchungsdekontaminationsschleuse bestellt. Nicht das ich irgendwann als Patient Null für die epidemische Ausbreitung eines resistenten, chronischen „Bakterius Locussius“ verantwortlich bin.

Ich nahm Platz und machte es mir bequem – so weit möglich – als der Zugbedienstete lautstark (mit Megaphone?) sagte: „Bitte vom Zug zurücktreten.“ Da standen draußen am Zug noch so ein paar Hirnis und laberten rum. Nichts passierte. Sie laberten und laberten weiter. Der Zugbedienstete mit genervter tiefer sonorer Stimme über Megaphone: „Hallooooo… wir… wollen… weiterfaaaaahren…!“
„Siehste, geht doch!“ dachte ich, „man muss nur Klartext mit den Hirnis reden, dann tröpfeln auch bei denen die möglichen Folgen ihres starren Stehenbleibens irgendwann durch die synaptisch verlaufenden Nervengänge in die kombinatorisch funktionierenden zuständigen Hirnarreale.“

Hachja… nach weiteren 72 Minuten Fahrzeit kam ich dann endlich relativ erheitert und entspannt am Hauptbahnhof Lübeck an, wo ich mit PKW abgeholt und zum Ziel gebracht wurde.
GOAL!

Die Rückfahrt am Sonntag, 11.08.2019 gestaltete sich dann ähnlich. Abfahrt in Lübeck Hbf um 17.09 Uhr Richtung Lüneburg. Da ja wie gesagt Sonntag war, die Ferien endeten, war der Bahnsteig erwartungsgemäß mit Menschen und Kindern und Koffern und Getier relativ voll.
Der Zug kam dann auch irgendwann. Aufgrund der Fülle im Zug waren so gut wie alle Sitzplätze besetzt und mir blieb nichts anderes übrig, mir wieder einen bequemen Stehplatz zu suchen. Sollte doch wohl gelacht sein, wenn ich nicht 75 Minuten lang stehen kann. Es war dann doch auch sehr nett, das Rumstehen. Man hat eine bessere Rundumsicht, seine Mitopfer gut im Blick und ihr Verhalten unter Kontrolle. Sehr interessant, was man da teilweise zu sehen bekommt.

Ankunft 18.15 Uhr in Lüneburg Hbf. Diesmal war ich schlauer und suchte gleich den Fahrstuhl runter vom Bahnsteig. Ich hatte ja bis zur Abfahrt des ICE 1725 nach Hannover noch 44 Minuten Zeit.
Okay, wie gesagt, Ferienende und ja, die Rollwagen mit Gepäck und besetzte Rollstühle mit weiteren besetzten Kinderkarren und -wagen standen auch schon am Fahrtstuhl an.
Einmal an Gleis 5 runter und dann ein Stück weiter zu Gleis 1 wieder mit dem nächsten Fahrstuhl hoch. War jetzt nicht so das Problem. In Lüneburg.
Die Durchsagen an den Gleisen waren allerdings wegen ständig laut vorbeirollender Kofferrollen kaum zu verstehen, aber DBseidank gab es hilfreiche Anzeigetafeln. Ach gucke… der Zug hat glatt 10 Minuten Verspätung wegen irgendwelcher Triebfahrzeugdingenskirchen in Hastenichtgesehen. Na, macht ja nix. Ich habe ja in Hannover regulär 30 Minuten Zeit zum Umsteigen, es bleiben mir also immer noch 20 Minuten. Das soll wohl reichen.
Der ICE kam dann auch endlich und ich blieb zunächst im Bereich zwischen zwei Schiebetüren im Wagen 22 stehen. Es kam auch gleich ein Zugbegleiter vorbei, den ich fragte, wo Wagen 32 mit meinem reservierten Sitzplatz wäre. „Der ist dahinten,“ bekam ich als Antwort, „ aber sie können hier nicht durchlaufen!“ „Wie bitte?“ dachte ich. „Den Wagen 32 können sie nur erreichen, wenn sie in Celle außen am Zug langlaufen und dort in den Wagen wieder einsteigen.“ Mir klappte die Kinnlade runter.
Nee! Ist nicht wahr, oder? Hallelujah! Ich renne doch nicht mit meinem sch… schweren Koffer außen am Zug an sieben Wagen entlang, die wieviel… ca. 20 Meter mal 7 Wagen also insgesamt mehr als 140 Meter lang sind, um dann in den achten wieder einzusteigen. Das war es dann endgültig mit meinen Sitzplatzreservierungen, für die ich auch noch, ohne das man mir das vor Buchung gesagt hat, 9 EUR bezahlen musste.
Ich blieb also wieder weitere 30 Minuten Fahrtzeit bis nach Hannover im Zug stehen.
Läuft!

Die restliche Fahrt mit Bummelzug nach Stadthagen war zwar nervig, verlief aber in dem Fall relativ normal, und diesmal mit Sitzplatz!

Ich fahre nicht jeden Tag mit dem Zug und klar, einiges hätte ich vorher oder auch mittendrin anders organisieren können. Aber wenn ich mal bedenke, dass ich jahrzehntelang in Unternehmen gearbeitet habe, die im Gleisbau überwiegend für die Deutsche Bahn AG tätig sind und ich also sowieso Zugfahren nicht unbedingt empfehlen würde, ist das jetzt für mich ein für alle Mal das letzte Mal gewesen, diese Fortbewegungsmöglichkeit, die zwar umweltschonend ist, aber meist mehr als katastrophal verläuft, genutzt zu haben. Nie nie wieder!

Die genauen Daten und Zugnummern habe ich absichtlich angegeben, weil ich mir denke, dass es sicher den einen oder anderen Leser dieses Textes gibt, der als DB-Fan meine Angaben gern überprüfen möchte. 😉

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Karl und Heinz aus Nonsense-City!


Das sind Karl und Heinz aus Nonsense-City!

Karl, Vater von Heinz, der der Sohn ist, ist Inhaber der bekannten und gutgehenden Praxis „Strichcode“ für streifende Busse.
Wegen des stark erhöhten Volksaufkommens werden zur Zeit allerdings nur noch Wagenbusse des Typs „VW T1 Samba“ in Bunt mit Pril-Blumen verschiedenster Variationen aufgenommen.

Da sich Vater und Sohn sehr ähnlich sehen, kann man sie an den zwar farblich gleichen, aber unterschiedlich gemusterten Hosen doch gut auseinander halten.

Karl’s Streifenhose zeigt nämlich eindeutig, dass er der Boss in der Praxis ist, da seine Streifen gestriffen sind.

Heinz‘ Hose dagegen ist Ausdruck seiner Stellung als Azubi der Ringelpolizei. In drei Monaten, wenn er seine Prüfung als staatlich vereidigter Ringelstreifen bestanden hat, wird er zur Hauptstelle der Streifenpolizei nach Ringelreihen wechseln, um dort die beim Ringelpiezen gefangenen Streifen zu ordungsgemäßen Sträflingen umzuschulen.

Heinz ist außerdem ehrenamtlich beim Roten Kreuz tätig. Hierbei handelt es sich um einen jungen Untergrundorden des Violetten Kreuzes, das wegen der Signalwirkung von gekreuzten lila Farben undercover im geheimen Kreuzungs-Hintergrund bleibt.

Das Lila Kreuz, das kreuzweise zwar die Gründerkreuzsekte ist, entstand nämlich schon zu Zeiten von „Karl-Heinz dem Geringelten“. Damit aber niemand die Verbindung zwischen dem Lila und dem Roten Kreuz-Orden herstellen kann, tarnen sie sich manchmal mit dem Blauen, aber das gehört schon dem THW.

Karl, Vater von Heinz, bekam seinen Namen, weil er schon seit seiner Geburt ein großer Fan von „Karl-Heinz dem Geringelten“ ist, dem Entdecker des Kreuzsteins, auch „Hohl Spat“ und „Hau Den Nicht“ genannt*.
Wegen seiner Farbe passt dieser Stein gut zum Tigerauge, wovon Karl seit seiner Jugend gleich mehrere zum Schutz vor gackernden Hühnern und umfallenden Bäumen als DauerPowerBeadsArmband trägt.

Karl, war nämlich aktiv in der Umweltorganisation „Green Notes For Green Nature“ tätig und hat erfolgreich den Muttis, also den damaligen Emanzen**, die Hunderter for Nature aus dem Hosenrock gezogen. Deshalb ist er heute neben seiner Funktion als zweiter Kreuzer-Vorsitzender gleichzeitig auch noch Kassenwart im Geheimbundorden des Lila Kreuzes.

Da dieser geheime Orden im Verborgenen zugunsten des Sektenziels „Nature Forever“ agiert, und niemand wissen darf, wer dazu gehört, tragen die Mitglieder dieser Sekte um nicht aufzufallen lila Symbolabzeichen mit lila Kreisen und darin dem gravierten Ordenswappentier „Diabolus Purpurensis“, dem lila Zebrahai.

Auf dies Thema werden wir bei anderer streiflicher Gelegenheit noch näher eingehen.

Da Heinz ja nun in drei Monaten nach Ringelreihen zur Streifenpolizei umzieht und für Karl allein die VW-Transite trotz bunter Prilblumen zum Seifen-Streifen blasen nicht zu schaffen sind, wird die Praxis kurzfristig geschlossen und Karl wechselt bis auf weiteres dauerhaft als Silberstreif zum Lila Kreuzorden, um streifenpolizeikommissarisch die Bekämpfung der Streifenfolgen einiger der 10 Welt-Plagen wie Bürokratie, Astro-TV und Hip-Hop zu beaufsichtigen.

Das war es erst mal von der Karl-Heinz-Front aus Nonsense-City.

Bis zum nächsten Mal! Tschüss!



* Heilstein Chiastolith, auch Kreuzstein, Hohlspat, Howdenit genannt
** aus der Geschichte „Mutti aus Nonsense-City“


http://www.nimissa.de

Bunt leben!


Anleitung für ein buntes Leben!
– Joseph Beuys –

Lass Dich fallen. Lerne Schlangen zu beobachten.
Pflanze unmögliche Gärten.
Lade jemand Gefährlichen zum Tee ein.
Mache kleine Zeichen, die „ja“ sagen
und verteile sie überall in Deinem Haus.

Werde ein Freund von Freiheit und Unsicherheit.
Freue Dich auf Träume.
Weine bei Kinofilmen,
schaukle so hoch Du kannst mit einer Schaukel bei Mondlicht.

Pflege verschiedene Stimmungen,
verweigere Dich, „verantwortlich zu sein“ – tu es aus Liebe!
Mache eine Menge Nickerchen.
Gib Geld weiter. Mach es jetzt. Das Geld wird folgen.
Glaube an Zauberei, lache eine Menge.
Bade im Mondschein.

Träume wilde, phantasievolle Träume.
Zeichne auf die Wände.
Lies jeden Tag.
Stell Dir vor, Du wärst verzaubert.
Kichere mit Kindern. Höre alten Leuten zu.
Öffne Dich. Tauche ein. Sei frei. Preise Dich selbst.

Lass die Angst fallen, spiele mit allem.
Unterhalte das Kind in Dir. Du bist unschuldig.
Baue eine Burg aus Decken. Werde nass. Umarme Bäume.
Schreibe Liebesbriefe.

– Joseph Beuys –

Mutti aus Nonsense-City!




Das ist Mutti aus Nonsense-City!

Mutti, nicht zu verwechseln mit Mama, ist die weltberühmte erste Trägerin des silbernen Hosenträger-Ordens. Eine Auszeichnung, die nur alle 10 Jahre vom Bundeshosenverbund e.V. verliehen wird, also sehr sehr selten und sehr wertvoll ist und worauf viele viele sehr sehr neidisch sind.

Vor Beginn der Frühindustrialisierung gab es nämlich bis vor knapp 70 Jahren fast ausschließlich männliche Hosenträger – mit Ausnahme im Vatikan, weil es dort keine Hosen gibt.

Mutti wurde für ihr Wirken als Hosenaktivistin im Zuge der sich mehr und mehr durchsetzenden Emanzipation der Frauen, heute auch Muttis genannt, ausgezeichnet, als sie vor mehr als 30 Jahren nach nur knapp gelungener Flucht aus der Röckefraktion, den männlichen Windhosenträgern mit einem Tornado den Wind aus den Hosen nahm. Dieser Tornado – das amerikanische Staubsauger-Modell „Hurricane 2.0.1.9“ – verursachte im Jahr der Zyklone, Neunzehneunundsiebzig (1979), die Mondlandung in der Umlaufbahn Bielefeld, was zu mehreren traumhaften Surferwellen, den sogenannten Tsunamis führte. Wegen mangelnder wetterbedingter Mängelböen an den Windhosen wurden diese durch überflüssige Wasseransammlungen minimiert und es entstanden die Badehosen.

Wegen übermäßigem Konsum der dazugehörigen Badekappen kam es daraufhin allerdings zu etlichen schweren Überschwemmungen im Epizentrum der Basis und dadurch verursacht zum Untergang von Maus und Mann.

Die letzten und einzigen Überlebenden in Gummihosen nahmen dies zum Anlass, Gerd Undmann, dem ersten Hochwasserhosenträger, die mediale Leitung des Wasserorchesters zu übertragen. Das Hochwasser „In der Kürze liegt die Würze“ gilt seit dem als Warenzeichen der Heeresmusikleitung und startet alle 10 Jahre im Dunkeln, wenn der Mond aufgeht.

Neben Feuer und Wintergrippe zählt seit dem die Emanzipation zusammen mit der Mondlandung und Bielefeld zu den 3 großen Ereignisevents unserer heutigen Welt-Kultur.

Anlässlich der im vergangenen Jahr stattgefundenen 10-Jahres-Jubiläumsfeier des Wasserflötenchores lernte Mutti, gebürtig bekannte Uschi Maus, Gerd Undmann kennen und nach nur kurzer Zeit in Unterhosen wurden sie bei sonnigem Wetter im Beisein von Maus und Mann in einheitlicher und synchronisierter Hosende-Koration verehelicht.

Sie erwarten nun in Bällde, einem Ort in Kürze, ihr erstes Kind und haben ihr Traumziel, die Entwicklung verschiedenster Baby-, Latz- und Hosenrocktypen (man weiß ja nie was es wird), erreicht.

Man darf also gespannt sein, wie es auf dem Sektor „Jacke wie Hose“ weitergeht.

Das war es erstmal von Mutti’s Front in Nonsens-City.
Wie immer schließen wir das Ganze mit einem Zitat aus Goethes Faust:

Die Gabel sticht, der Besen kratzt,
Das Kind erstickt, die Mutter platzt.

Wir wünschen allen noch eine schöne bunte Zeit und
Schalten Sie wieder ein, wenn es heißt: „Freunde des Chaos – Wie denkbar ist eine strukturierte Ordnung?“

Fin!

Dank an Stupidedia als Stichwortgeber! 😉

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Gedanken, Gedichte, Gedankenknoten, Was ich schon immer sagen wollte… zu verschiedenen Themen

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